Veranstaltung

Die Kunst des Überlebens – Workshop

05. Dezember 2008, 13:50 - 13:50

Workshop

Der Workshop widmet sich der existentiellen Fähigkeit, in
Extremsituation zu überleben. Dabei geht es um Leben und Tod. Jeder
begegnet im Laufe eines Tages Situationen, zu deren Lösung man einen
Weg findet. Aber was ist mit den Situationen, zu denen wir keine Lösung
parat haben?

Zunächst führte Petko Dourmana in Theorie und
Geschichte des Überlebenskampfes ein. Es wurden verschiedene Szenarien
präsentiert, in denen gezeigt wird, wie und warum sich Menschen auf
Katastrophen und Krisen vorbereiten. Im Anschluss wurden verschiedene
Überlebensausrüstungen vorgestellt, die zum Beispiel in extremer Kälte,
beim Militär, im Wasser oder in der Wüste Anwendung finden.

Die Teilnehmer_innen hatten Bilder mitgebracht, die
mit „überleben“ zu tun haben sollten. Ausgehend von den Bildern wurden
eigene Überlebensstrategien ausformuliert und anschließend unter den
Bedingungen des "Post Global Warming" Ausstellungsszenarios von Petko
Dourmana diskutiert und angepasst.

Erster Tag – "Der diskrete Charme der unsichtbaren Wirklichkeit"

4. Dezember 2008

Der
erste Workshop wird der unsichtbaren Infrarotwelt, die uns umgibt
gewidmet sein. Im Prinzip können alle digitalen Bildapparate
Infrarotlicht sichtbar machen. Diese Funktion wird von den Herstellern
allerdings eingeschränkt.

Der Workshop soll den TeilnehmerInnen helfen,
die Einschränkungen unserer Sehfähigkeit zu begreifen und ihnen
ermöglichen, die unsichtbare Schönheit zu entdecken, die unseren Augen
normalerweise verborgen bleibt.

Im Laufe des Workshops werden
Werke mehrerer Künstler, die sich diese Technik zu Nutze machen, wie zum
Beispiel Robert Rauschenberg mit „Open Score“ oder Oliver Lutz
vorgestellt und diskutiert. Im praktischen Teil wird mit technischen
Apparaten wie Digitalkameras, Videokameras und Multimedia-Projektoren
gearbeitet, die sehr leicht so genutzt werden können, dass sie
Infrarotlichtbilder sichtbar machen und einfangen.

Außerdem werden
Multimedia-Projektoren so verändert, dass sie nur noch Infrarotlicht
ausstrahlen, das mit Nachtsichtgeräten sichtbar gemacht werden kann.
Ausgewählte Ergebnisse des Workshops werden auf der Drupal Webseite
hochgeladen. Als Abschluss werden der Film „They Live“ von Carpenter und
andere Filme, in denen mit Infrarotlicht gearbeitet wird gezeigt. Es
folgt eine offene Diskussionsrunde zu der zuvor erarbeiteten Thematik.

Zweiter Tag – "Die Kunst des Überlebens"

5. Dezember 2008

Der
zweite Workshop widmet sich der existentiellen Fähigkeit, in
Extremsituation zu überleben. Dabei geht es um Leben und Tod. Jeder
begegnet im Laufe eines Tages Situationen, zu deren Lösung man einen Weg
findet.

Aber was ist mit den Situationen, zu denen wir keine Lösung parat haben?

Zunächst
wird es eine Einführung in Theorie und Geschichte des Überlebenskampfes
geben. Es werden verschiedene Szenarien präsentiert, in denen gezeigt
wird, wie und warum sich Menschen auf Katastrophen und Krisen
vorbereiten. Im Anschluss werden verschiedene Überlebensausrüstungen
vorgestellt, die zum Beispiel in extremer Kälte, beim Militär, im Wasser
oder in der Wüste Anwendung finden.

Es folgt ein Rollenspiel, bei
dem die Teilnehmer verschiedenste Gegenstände, die sie zuvor in einem
Supermarkt besorgt haben, zu thematisch unterschiedlichen
Überlebensausrüstungen zusammenstellen. Die Gruppen erarbeiten, auf was
es beim Überlebenskampf ankommt und welche Überlebensstrategien
besonders sinnvoll erscheinen. Für eine Reise in Zukunft, Vergangenheit
oder in Fantasiewelten, auf denen die Teilnehmer auf unvorhergesehene
Schwierigkeiten stoßen, stellt jede Gruppe ein individuelles, an die
jeweiligen Gegebenheiten angepasstes Überlebensset zusammen.

Des Weiteren wird aufgezeigt, wie PolitikerInnen Massenmedien zu ihren Zwecken manipulieren und Katastrophen zu ihrem Vorteil nutzen. Als Abschluss werden Instruktions-,KünstlerInnen– und Werbevideos fürs Überlebenstraining gezeigt.

 

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